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Kurt Morawitz |
Julia Morawitz |
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Inspiration
Jede Woche stellen wir einen neuen Spruch oder ein Gedicht auf unsere Home - Seite (unter *Aktuelles*). Wir dachten uns, es wäre ganz nett, diese hier zu sammeln ... und auch Links zu nicht sooo bekannten Gemüse- und Obstsorten und sonstiges Interessantes werden hier zusammengetragen.
vom 22.2.2012:
Hermann Hesse
Her hardest hue to hold.
Her early leaf's a flower;
But only so an hour.
Then leaf subsides to leaf
So Eden sank to grief,
So dawn goes down to day.
Nothing gold can stay.
Du und ich: Wir sind eins.
Ich kann dir nicht wehtun,
ohne mich selbst zu verletzen.
Mahatma Gandhi
Woche 13 (Kräuterwoche die 2.! :-))
Was wäre das Leben
hätten wir nicht den Mut
etwas zu riskieren.
Vincent van Gogh
| Herz, mein Herz, sei nicht beklommen und ertrage dein Geschick. Neuer Frühling gibt zurück, was der Winter dir genommen. Und wie viel ist dir geblieben, |
H. Heine
"Adieu", sagte der Fuchs. "Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
"Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar", wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
"Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig."
"Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe ...", sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs. "Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich ..."
Wenn du andere so liebst
wie sie sind,
erlaubst du ihnen
in das zu wachsen
was sie werden können.
H.P.
Kräuterwoche 6 :D (Kresse) 29.4.2012
Wenn man sich dem Schicksal widersetzt,
sollte man dies mit einem Lächeln tun.
Denn in einem aussichtslosen Kampf
ist Aufgeben der höchste Verrat.
(Kaori Yuki)
Was andere uns zutrauen,
ist meist bezeichnender für sie
als für uns.
Jacques François Anatole Thibault
Leben = Eine Bergwiese, voll von schönen Blumen und von Kuhfladen. Glück oder Unglück ist nur die Frage, was man mehr anschaut. (P. Rosenthal)
Leben = Eine fortwährende Ablenkung, die nicht einmal zur Besinnung darüber kommen läßt, wovon sie ablenkt. (F. Kafka)
Leben = Das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. (H. Miller)
Leben = Eine Folge von Paradiesen, die nacheinander vernichtet wurden. (S. Beckett)
Leben = Die Entwicklung vom jugendlichen Helden zum komischen Alten. (Ch. Rivel)
Leben = Eine in siebenfaches Goldpapier eingewickelte Bittermandel. (F. Hebbel)
Leben = Eine Reise, die heimwärts führt (H. Melville)
WO25
"It's funny. You work so hard. You do everything you can, to get away from a place and when you finally get your chance to leave, you find a reason to stay." (Vincent/Gattaca)
Woche 26
Da Vergänglichkeit für uns gleichbedeutend ist mit Schmerz, klammern wir uns verzweifelt an die Dinge, obwohl sie sich ständig ändern. Wir haben Angst loszulassen, wir haben Angst, wirklich zu leben, weil leben lernen loslassen lernen bedeutet. Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten: Es ist nicht nur vergeblich, sondern es beschert uns genau den Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.
Die Absicht hinter dem Greifen ist nicht unbedingt schlecht. Es ist an sich nichts falsch an dem Wunsch, glücklich zu sein; weil aber das, wonach wir greifen, von Natur aus ungreifbar ist, schaffen wir uns immer nur Frustration und Leiden.
Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
"Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt den Wein; der Winter verzehrt, was beide beschert."
Sprichwort aus Deutschland
"Lieber Freund! Welch ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch."
Friedrich Nietzsche
"Ein Sommerregen ist erfreulich, Ein Regensommer ganz abscheulich." Eugen Roth
"Wenn der Sommer sich verkündet, /Rosenknospe sich entzündet, /Wer mag solches Glück entbehren?"
Johann Wolfgang von Goethe
WO 30 (Hokkaido-Woche :D)
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Hermann Hesse
Zitate der Woche (37):
Das Zündholz und die Kerze
„Oh nein, nur das nicht“, erschrak die Kerze, „Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt, und niemand mehr wird meine Schönheit bewundern.“
„So ist es“, entgegnete das Zündholz, „Aber das ist das Geheimnis der Berufung: Du und ich, wir sind dazu bestimmt, für andere Licht zu sein. Was ich als Zündholz tun kann, ist noch weniger als das, was in deinen Kräften liegt. Verweigerst du dich meiner Flamme, so verpasse auch ich den Sinn meines Lebens. Ich wurde dazu geschaffen, Feuer zu entfachen, du bist als Kerze da, um zu leuchten und Wärme zu schenken.Alles, was wir an Schmerz, Leid und Kraft hingeben, wird verwandelt in Licht. Wenn wir uns verzehren, gehen wir nicht verloren. Andere werden das Feuer weitertragen. Nur wer sich verweigert, wird sterben.
"Da senkte die Kerze ihren Docht und sprach leise aber bestimmt:„Ich bitte dich, gib mir dein Licht."
(habe viele Versionen gefunden aber keinen Autor_innen Namen, daher: Verfasser_in unbekannt *anonym*)
Wo40
Herbststimmung
Der Herbst hat durchaus seine Reize,
seine Farbenpracht, seine Gerüche,
seine Stimmungen,
sonnendurchflutete Tage
und ebenso die rauen Stürme.
Doch zu all seinem Zauber
gehört auch das Abschiednehmen,
das endgültige Loslassen.
Darüber tröstet auch der Glaube
an einen neuen Frühling nicht hinweg.
Trauer muss erst einmal ausgehalten
und ausgelitten werden,
bevor neue Hoffnung wachsen kann.
von Annegret Kronenberg
Woche 42:
Frühherbst
Der Tag gesättigt in
Stunden wogenden Lichts
verstaubt die Tränen
früh gesunkener Blätter
Heimlich erreichte der Herbst
verborgen in Nebelwänden
mit steter Hast und Gier
vor der großen stille
dich und dein Leben.
(Levrai)
*Facebookeintrag* WO45:
Diesmal ein paar Tipps zur Aufbewahrung von einigen Obst- und Gemüsesorten, die diese Woche im Kistl sind:
MANGOLD (ist ethylenempfindlich, d.h. nicht neben Äpfeln, Birnen, Bananen und Kiwis lagern - deswegen ist es u.a. so wichtig v.a. die gemischten Kistln sobald wie möglich *auszupacken*) also...wo waren wir... ja MANGOLD hat es gerne kühler, also am besten um die 3 Grad lagern - ohne M
inusgr
KRAUT, KAROTTEN, SALAT (letzteren im feuchten Tuch lagern oder Kühlschrank - OHNE zugemachtem Plastiksackerl bitte) und anderes WURZELGEMÜSE sind am besten bei 2-4 Grad zu lagern.
Diese Gemüsesorten sollten auch nicht all zu lange neben Obst verweilen... ;D
KIWI brauchen etwa zwei Tage zum Nachreifen bei Zimmertemperatur. Also keine Sorge, wenn diese noch nicht weich sind, einfach ein bisschen warten - das wird schon! :-))
Und bitte nicht neben Äpfeln lagern - die beiden könnne sich nämlich nicht leiden! :O
ZELLER Lagerung: kühl und dunkel, weg von nachreifendem Obst, am besten ohne Wurzel und Blätter;
Schmeckt nicht nur in der Suppe gut, sondern auch püriert oder in dünne Scheiben geschnitten und paniert (ohne blanchieren wenn dünn genug)! Mhhmm! Und auch roh im Salat mögen wir ihn ;-) Die BLÄTTER kann mensch übrigens zum Würzen von Speisen verwenden...
NICHT unter 4 Grad sollte mensch Kartoffeln lagern, sonst werden diese süßlich (Zuckerakkumulation).
4-12 Grad sind ideal, also kühl aber nicht zu kalt, trocken, dunkel und luftig - so haben sies am liebsten;
... BANANEN (über 12 Grad!) schmecken leicht bis etwas mehr braun am süßesten und sind noch nicht schlecht - ehrlich! - auch, wenns nicht so ausschaut; Wir waren selber erstaunt WIE braun die sein können und dabei soooo lecker.... Nachreifen lassen, falls noch etwas grün oder zu gelb ;-)
Ebenso gehören die (Mini-)GURKEN über 12 Grad gelagert, sonst werden sie innen wässrig usw. wäh.
Übrigens muss mensch die Minigurken nicht schälen und sie schmecken supaa zur Jause oder zum Pausenbrot :-)
...auch PAPRIKA und MANDARINEN sind sehr kälteempfindlich und sollten bei etwa 8 Grad und etwas mehr gelagert werden...
So, das waren die meisten Produkte von dieser Woche, hoffe, wir haben nichts vergessen... Über weitere Tipps freuen wir uns natürlich sehr!!
Achtung: Eigenwissen und selbst verfasst! ;-)
Schöne Woche noch euch allen!! :-)
Julia und Kurt
BSK-Team
Gedicht der Woche:
Novembertag
Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.
Christian Morgenstern, 1871-1914
für Woche 51:
Häuser in Reih und Glied,
Häuser in Reih und Glied
Häuser in Reih und Glied
Quadrate, Quadrate, Quadrate
Häuser in Reih und Glied
Bereits haben die Menschen eine Quadratenseele
Gedanken in Reih und Glied
und Ecken in den Schultern.
Ich selber vergoss gestern eine Träne,
du meine Güte - eine quadratische.
Alfonsina Storni
Woche 3/2013:
Gedicht der Woche:
Abschiedsworte an Pellka (Pellkartoffel)
Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde, Du Ungleichrunde, Du Ausgekochte, du Zeitgeschälte, Du Vielgequälte, Du Gipfel meines Entzückens. Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens Mit der Gabel! -- Sei stark! Ich will auch Butter und Salz und Quark Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen. Musst nicht so ängstlich dampfen. Ich möchte dich doch noch einmal erfreun. Soll ich Schnittlauch über dich streun? Oder ist dir nach Hering zumut? Du bist so ein rührend junges Blut. -- Deshalb schmeckst du besonders gut. Wenn das auch egoistisch klingt, So tröste dich damit, du wundervolle Pellka, dass du eine Edelknolle Warst, und dass dich ein Kenner verschlingt. |
Ringelnatz, Joachim (1883-17.11.1934)
Wo 6 bzw. 7 (Zum Valentinstag ein Ringelnatz ;-))
Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.
Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.
Vorbei--verjährt--
doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.
Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.
Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.
Ich habe dich so lieb.
Joachim Ringelnatz, 1883-1934
WO11
Frühling über's Jahr
Das Beet schon lockert
Sich's in die Höh'
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee;
Safran entfaltet
Gewaltg'e Glut,
Smaragden keimt es
Und keimt wie Glut.
Primeln stolzieren
So naseweis,
Schalkhafte Veilchen
Versteckt mit Fleiß;
Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling.
Er wirkt und lebt.
(J.W. Goethe)
KW17/2013
Die ersten Veilchen
Ei, was blüht so heimlich am Sonnenstrahl?
Das sind die lieben Veilchen, die blüh‘n im stillen Tal,
Blühen so heimlich im Moose versteckt,
Drum haben auch wir Kinder kein Veilchen entdeckt.
Und was steckt sein Köpfelein still empor?
Was lispelt aus dem Moose so leise, leis‘ hervor?
„Suchet, so findet ihr! suchet mich doch!”
Ei, warte, Veilchen, warte! wir finden dich noch..
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Wo 20 (Bohnenkrautwoche :D)
Maimond
Maimond schwebt über dem Fluss
Und liegt mir glatt vor dem Fuß.
Das Wasser rückt nicht von der Stelle
Und lugt nur hinauf in die Helle.
Ich schau' übers Flussbett hinüber -
Ein Lied schlägt die Brücke herüber,
Es lacht eine Nachtigall
Eine Brücke aus Freude und Schall.
Es regt sich der Nachtwind im Laub -
Es fiel ein Gedanke zum Staub -
Maimond aus vergangen Jahren
Liegt streichelnd auf alternden Haaren.
Maimond zog mich hin mit Verzücken
Sacht über die singende Brücken,
Und jünger wurde mein Gang,
Solange die Nachtigall sang.
(von Max Dauthendey)
Zitat der Wochen 23-26:
„Nicht das Problem macht die Schwierigkeiten, sondern unsere Sichtweise.
Was der Mensch wirklich will, ist letzten Endes nicht das Glücklichsein, sondern ein Grund zum Glücklichsein.“ Viktor Frankl (1905 - 1997)
Zitat der Wochen 27/28:
Die wahre Entdeckungsreise
besteht nicht darin
neue Landschaften zu suchen,
sondern mit neuen Augen zu sehen.
(Marcel Proust)
Zitat KW 31/32:
Für manche Leute gibt es nichts Schöneres als einen Sommer, wo noch im feuchtesten Ried das Schilf brennt und einem die Hitze bis in die Knochen geht. Diese Leute saugen, sobald ihre Zeit gekommen ist, so viel Wärme und Behagen ein und werden ihres meist ohnehin nicht sehr betriebsamen Daseins so schlaraffisch froh, wie es andern Leuten nie zuteil wird. Zu dieser Menschenklasse gehöre ich
- Hermann Hesse
Zitat der Woche(34/35):
Zitat KW 37-39:
Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Mörike, 1804-1875
Zitat (KW 40-)
Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.
(Friedrich Hebbel)
Text FB KW 39 Liebe Leute, jetzt wirds schön langsam herbstlich draußen...d.h. auch, dass sich das Gemüseangebot verändert... aktuell z.B. wird es ab jetzt öfters Endiviensalat geben: Den kann man übrigens auch herrlich dünsten - ... und für Nudelgerichte und Suppen usw. verwenden Endiviensalat bleibt - in ein feuchtes Tuch gewickelt - 2-3 Tage im Kühlschrank frisch. Der Strunk ist eher bitter und sollte weggeschnitten werden. Die Blätter harmonieren gut mit kräftig-pikanten Salatmarinaden und süßlichen Zutaten wie Karotten, Äpfeln oder Birnen
Zitat Dezember 2013
Noch einmal ein Weihnachtsfest,
Immer kleiner wird der Rest,
Aber nehm ich so die Summe,
Alles Grade, alles Krumme,
Alls Falsche, alles Rechte,
Alles Gute, alles Schlechte -
Rechnet sich aus all dem Braus
Doch einrichtig Leben heraus.
Und dies können ist das Beste
Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.
Theodor Fontane
KW25/2014
Zu den Steinen
hat einer gesagt:
seid menschlich
Die Steine haben gesagt:
Wir sind noch nicht
hart genug.
E. Fried
KW26 2014
Doch ewig bleibt der Pfeil in deiner Brust;
ich kenn' ihn, nie vernarben seine Wunden.
Dein Frieden ist vorbei:
Du hast empfunden.
Friedrich von Schiller
Gedicht KW30/31/32/33 2014
Es war, als hätt der Himmel
Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis' die Wälder,
so sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
J. von Eichendorff
Gedicht KW40/42 2014
Herbst
Nun lass den Sommer gehen,
Lass Sturm und Winde wehen.
Bleibt diese Rose mein,
Wie könnt ich traurig sein?
(J. von Eichendorff)
Gedicht KW45/47/2014
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Als welkten in den Himmeln ferne Gärten,
Sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
Unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Gedicht KW50
Winter
Ein weißes Feld, ein stilles Feld.
Aus veilchenblauer Wolkenwand
Hob hinten, fern am Horizont,
Sich sacht des Mondes roter Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
Bald eine runde Scheibe da,
In düstrer Glut. Und durch das Feld
Klang einer Krähe heisres Krah.
Gespenstisch durch die Winternacht
Der große dunkle Vogel glitt,
Und unten huschte durch den Schnee
Sein schwarzer Schatten lautlos mit.
Gedicht KW1/2 2015
Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste.
wandeln sich zu Zeiten.
War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehen und kommen wieder
und kein Mensch wird's wenden.
J.P. Hebel
KW5/6 2015
Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, daß immer wieder Dummes, Häßliches und Bösartiges gesagt wird; wenn wir aber alles in allem nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie abzuschaffen.
Winston Churchill (1874-1965)
Gedicht/Zitat KW7/8 2015
Wer Licht hat in seiner eignen hellen Brust, der genießt des vollen Tages, säße er auch im Mittelpunkt der Erde; wer aber seine finstre Seele und schwarze Gedanken verbirgt, der wandelt umnachtet unter der Mittagssonne, er selbst sein eigner Kerker.
John Milton (1608 - 1674)
Gedicht/Zitat KW9 2015
Solang du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum glücklich sein
Und wäre alles Liebste dein.
Solange du nach Verlorenem klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt du noch nicht, was Friede ist.
Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziele mehr, noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,
Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz - und deine Seele ruht.
("Glück" Hermann Hesse)
Gedicht/Zitat KW11 2015
Bei einer Linde
Seh ich dich wieder, du geliebter Baum,
In dessen junge Triebe
Ich einst in jenes Frühlings schönstem Traum
Den Namen schnitt von meiner ersten Liebe?
Wie anders ist seitdem der Äste Bug,
Verwachsen und verschwunden
Im härtren Stamm der vielgeliebte Zug,
Wie ihre Liebe und die schönen Stunden!
Auch ich seitdem wuchs stille fort, wie du,
Und nichts an mir wollt weilen,
Doch meine Wunde wuchs – und wuchs nicht zu,
Und wird wohl niemals mehr hienieden heilen.
- Joseph von Eichendorff
In KW8 (u.a.) war in vielen Kistln Zuckerhut zu finden:
Die Bitterstoffe sind sehr gesund, leider aber der Geschmack deswegen nicht immer beliebt. Am besten ist es, den Salat länger in der Marinade zu lassen, dann schmeckt er etwas milder. Etwas süßen Schlagobers dazu statt Öl macht ihn ebenfalls milder oder die Zugabe von Zuckermaissalat.
Auch passen filetierte Orangen und Nüsse dazu, diese verändern das Geschmackserlebnis (usw.).
Gedicht/Zitat KW25 - 28 2015
Ein blauer Sommer glanz- und gluthenschwer
Geht über Wiesen, Felder, Gärten her.
Die Sonnenkrone glüht auf seinen Locken,
Sein warmer Atem läutet Blütenglocken.
Ein goldnes Band umzieht die blaue Stirne,
Schwer aus den Zweigen fällt die reife Frucht
Und Sens und Sichel blitzt auf Flur und Feld,
Und rot von Rosen ist die ganze Welt.
Carl Busse *1872 †1918
KW 29/30/31
Gleich und gleich
Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: -
Die müssen wohl beide
Füreinander sein.
(J.W Goethe)



